Silas * 12.April 2001
Karon Trak *1981
Caprimond Trak. *1985
Capri VI Trak *1980
Canaster I
Old. *91
Vollkorn xx. *1961
Wega Weissena Old. * 1981
Wega Old,. *1972 v. Futuro
Duft II Hann *1958
Donani Hann *1979
Allerufer Hann *1971 v. Agami xx
Dolly Hann. *1989
Saluto Hann *1969 v. Sudan xx
Sabrina Hann *1979
HSt von Adjudant Hann *1973
Im Sommer 2007 ist Silas in Münster eingezogen - zunächst als
Ausbildungspferd
eigentlich, aber bald schon war klar:
sollte es für mich jemals einen zweiten Shannon geben, dann wird das Silas sein...
Und wie damals bei Shannon waren es auch bei Silas die Augen die mich als
allererstes in den Bann gezogen haben - in diesen Augen spiegelt sich die Seele
des Pferdes.
Ich sah ihn in seiner Box stehen und dieser Blick ging sofort unter die Haut -
alles weitere ist Geschichte.
Als
Silas im Sommer kam lautete die Order meines lieben Freundes Heinz: "Sabine, den musst du reiten wie einen
Dreijährigen! Der ist ganz roh!"
Und so war es auch. Es hat eine kleine Weile gedauert bis wir auf unserem
grossen Dressurplatz traben und galoppieren konnten ohne dabei -schwupps-
selbigen auch schon wieder mit Schwung und nicht ganz freiwillig nach aussen zu verlassen...
Die ersten kleinen
Sprünge haben wir wie üblich mit einem Führpferd absolviert zu einem Zeitpunkt
als das angaloppieren noch gar nicht klappen wollte. Fliegender Trab und daraus
in einen rauschenden Galopp verfallen lautete die Lektion die man gemeinhin
eigentlich als angaloppieren beschreibt. Das hat uns beide
nicht sonderlich gestört, ging es doch bei den ersten kleinen Sprüngen erstmal darum zu sehen was der Bub
überhaupt vom Springen hielt und wie er sich dabei anstellt - vermeintliches
Dressurpferd das er ja eigentlich ist... und natürlich hat es auch nicht lange
gedauert bis Freundin Melanie zu einem ihrer Schnupperkurse ins Gelände lud: Silas war begeistert! Führpferd vorweg und los ging's - im Trabe zunächst, aber
nachdem er raus hatte dass Baumstämme, Bürsten und alles andere was es sonst
noch zu entdecken gab ne feine Sache sind ging's auch ruck zuck
alleine - und bald hatte ich Mühe ihn in einem gelassenen Tempo zu halten - er
hatte Feuer gefangen und ganz offensichtlich
grossen Spass an diesem neuen Job
und ich weiss nicht wer von uns beiden sich mehr darüber gefreut hat!
Ausgerechnet in der darauffolgenden Spríngstunde musste ich mich dann fragen
lassen was um alles in der Welt ich denn bloss mit dem Pferd angestellt hätte,
der sei ja auf einmal so viel sicherer und selbstbewusster am Sprung geworden?
... breites Grinsen in meinem Gesicht und wieder einmal der Beweis dass es kaum
etwas natürlicheres gibt als Geländetraining um einem Pferd das kleine
Einmaleins des Springens zu vermitteln. ... am "grossen" basteln wir derweil
noch ... Er ist numal -ganz wie Fabrice- ganz und gar kein Springpferd, aber
Gift und Geist, das hat er! oder -wie es ein besonnener Pferdemann einmal so
schön auf den Punkt gebracht hat-:
Ein Pferd springt in allererster Linie mit Herz und Kopf - der Körper ist dabei
nur Mittel zum Zweck.
Derweil hat Silas sich unterm Dressursattel zu einem echten Talent erwiesen -
dank dem regelmässigen Training bei Kristina die uns von Anfang an konsequent
unter ihre Fittiche genommen hat. Silas gehört zu den seltenen Sattelpferden die
sieben Tage die Woche Freude machen bei der Arbeit - ein Pferd das arbeiten will
und dabei hoch sensibel ist - die grösste Anstrengung für mich war anfangs mich
darauf zu konzentrieren möglichst "nichts" zu tun im Sattel statt einfach
viel zu
viel einzuwirken. Weniger ist mehr. Und er lernt und lernt.... und ich mit ihm.
So beherrscht er seit dem halben Jahr unseres Zusammenseins nun die Seitengänge
und das notwendige vorwärts-rückwärst bei zufriedener Anlehnung in allen drei
Gangarten und wir arbeiten an einer sicheren Versammlung.
Ich freue mich jeden Tag wenn ich in den Stall komme und er schon laut
wiehert wenn er nur mein Fahrrad hört mit und über dieses grossartige Pferd!
Und alle sind froh dass es dann doch -Gott sei dank!- wieder ein Wallach
geworden ist und nicht etwa eine Stute, die, wenn sie nicht "bei drei auf den
Bäumen ist!" bei mir ohnehin ruck zuck wieder gedeckt wäre...
Wie schön, dass man Freunde hat die einfach wissen was gut und richtig ist :-)
Fotoalbum
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8.März 2009 - der etwas andere
Geländelehrgang...
"Ü30
Geländelehrgang in Kamp Lintfort"
Zugegeben: etwas skeptisch schaute wohl ein jeder noch am Freitagabend bei
dem Gedanken an einen Buschlehrgang bei diesem Wetter in den verregenten Himmel
...
Aber erstens kommt es anders als man zweitens meisten denkt und ausserdem sind
Buschreiter nunmal hart im nehmen - auch wenn sie der Fraktion Ü30 angehören!
Und als der Wettergott am Samstag das Geschehen höchstpersönlich mit blauem
Himmel segnete konnte eigentlich nichts mehr schief gehen, der herrliche
Aussenplatz des Reitervereins Seydlitz Kamp mit Ebbe-Flut-System trotzt ohnehin
allen Widrigkeiten - dort zu reiten war ein Fest, in jeder Hinsicht!
Grossen
Beitrag zum guten Gelingen trug neben den grosszügigen Sponsoren ganz klar
Ausbilder Karl-Heinz Nothofer, der mit seiner sympathischen und wohl typisch
rheinländischen Frohnatur einfach für jeden Teilnehmer den richtigen Ton und vor
allem die richtigen Anweisungen traf. Als es bei den ersten fröhlichen Bucklern
manch eines ausgelassenen Pferdes dann in Millowitschem Klang tönte: "Jah! Dat
is' doch jut so! Lasset raus - da is' doch Leben drin, so musset sein!" war
eigentlich jeder mental angekommen - mitten im frohen Rheinland nämlich. Dieser
angenehm tragende Unterton sollte das ganze Wochenende nicht verloren gehen und
beseelte und motivierte Reiter und Pferde gleichermassen. Die bunt
zusammengewürfelte Teilnehmerschar hatte ausser der ursprünglichen
Grundvoraussetzung (Ü30 nämlich und zumeist Quereinsteiger) nichts gemeinsam und
so hatte Karl-Heinz Nothofer das kleine grosse Kunststück zu meistern Stärken
und Schwächen verschiedenster Reiter und Pferden gerecht zu werden - er
meisterte es mit Bravour (merke: Ü30 Quereinsteiger sind eine besondere
Spezies!), traf immer den richtigen Ton und liess manch einen über sich
hinauswachsen. Zunächst mit Hilfe eines gut durchdachten Reihentrainings (einmal
gucken - sechsmal springen!) und über einfache einladende Geländesprünge war der
Überblick schnell verschafft und ein jeder wurde in der Folge gemäss
individueller Voraussetzungen gefördert und gefordert. Letzteres wurde besonders
deutlich als vereinzelte Rufe nach dem Sauerstoffzelt hartnäckig ignoriert
wurden - und manch einer staunte bereits am Samstag beim abschliessenden
entspannten Schrittausritt in das einladende Gelände was er und sein Pferd da
eigentlich schon im Laufe einer einzigen Trainingseinheit vollbracht hatten.
Dies ist um so mehr zu würdigen als es eigentlich für alle früh im Jahr das
erste Aussentraining überhaupt war und gerade die unerfahrenen und jungen Pferde
haben sicherlich eine Menge an neuen Eindrücken gewonnen und reichlich dazu
gelernt.
Es versteht sich von selbst, dass das anschliessende Beisammensein im
Reiterstübchen sich ausserordentlich fröhlich gestaltete - manch einer kannte so
eine Stimmung eigentlich nur vom Aprés Ski - Buschreiter verbreiten so eine
Stimmung das ganze Jahr!
Getreu dem Motto "Wer feiern kann, kann auch arbeiten!" sass die erste Gruppe
dann am Sonntagmrogen bereits um acht Uhr früh wieder im
Sattel, selbst der
Regen konnte nun niemanden mehr beeindrucken. Dank der fleissigen Helfer des
Reiterverein Seydlitz Kamp waren die festen Hindernisse auf dem Platz inzwischen
umarrangiert worden, neue Elemente waren hinzugekommen und Karl-Heinz Nothofer
baute in dieser zweiten Einheit logisch auf das am Vortag erarbeitete auf. Das
Konzept war für alle Teilnehmer das selbe, die Anforderungen waren jedoch wieder
fein auf die individuellen Leistungsstände abgestimmt. Zügiges Galopppieren und
flüssiger Rhytmus über weite Wege waren ebenso gefordert wie gezieltes Anreiten
aus der Wendung, Rittigkeit und gutes Gerittensein wurden abgefragt und wenn es
mal haperte konsequent geschult.
Ein
abschliessendes gemeinsames Mittagessen vom lokalen Catering Service vor Ort
(die Ausrichter hatten wahrlich an nichts gespart!) direkt ins Reiterstübchen
geordert war der perfekte Abschluss eines rundum gelungenen
Busch-Trainingswochenendes - und wenn auch manch einer etwas müde und
vermuskelkatert im Anschluss sein Pferd verlud um sich auf den Heimweg zu machen
so hatten doch alle wieder eines erfahren und erleben dürfen:
Reiten macht Spass - Buschreiten jedoch ganz besonders!!
Unser Dank gilt den fleissigen Helfern des Reiterverein Seydlitz Kamp, den
Ausrichtern der IVG Rheinland und natürlich den engagierten Sponsoren, die
selber zumindest als Zuschauer allesamt mit von der Partie waren und ganz
offensichtlich auch ihre Freude bei der Sache hatten - ein durch und durch
gelungenes Event das jeden noch so weiten Anfahrtsweg wahrlich wert war!
... und ganz herzlicher Dank gebührt Stefan Naegele für seine grossartigen
Fotos!
Fotos: Stefan Naegele
der offizielle Lehrgangsbericht auf
Vielseitigkeit-Online
Fotoalbum Kamp Lintfort
mit reichlich sehenswerten Fotos von Stefan Naegele
24. Mai 2009: Silas wird Turnierpferd!
An diesem Wochenende stand also endlich unsere erste Dressurprüfung an - der
erste Auftakt in die Turniersaison für mich seit ich vor fünf Jahren das letzte
Mal mit Shannon unterwegs war.
Mit etwas gemischten Gefühlen bin ich also an diesem Wochenende nach Wolbeck
gefahren, meine Zweifel sollten gänzlich unberechtigt sein:
Unsere erste A-Dressur bescherte uns gleich eine 7,5 und damit den dritten Platz
- ich war einfach überglücklich ob dieses "Durchmarsches" und kann mich nur bei
Kristina bedanken für den souveränen Schliff den sie uns beiden so konsequent
verpasst!
Das wahre "Aha!"-Erlebnis war dann aber meine "Angstprüfung", das E-Springen.
"Angst" vor dem besagten "ersten" Hindernis nämlich. Ich hatte mich extra in LK6
herunterstufen lassen um meinem vermeintlich talentfreien Springpferd und mir
überhaupt eine Chance zu geben. Dennoch beginnt auch das winzigste E-Springen
stets mit einem ersten Hindernis...
und ganz offensichtlich habe ich meinem vierbeinigen Helden gewaltig Beine
gemacht beim anreiten gerade auf diesen ersten Sprung - er galoppierte daher und
wurde gross und grösser - und liess sich tatsächlich durch nichts irritieren -
meine Erleichterung über diesen ersten gelungenen Sprung war so gross dass ich
gedanklich eigentlich schon fertig war mit unserem E-Springen - bis mir dann ein
guter Geist aus dem Parcours zurief ich sollte doch jetzt endlich mal die
Wendung auf "zwei" sauber einleiten!
Das hatte Sinn, denn nachdem wir es nun über eins geschafft hatten sprach
eigentlich nichts dagegen auch zwei ins Visier zu nehmen... auf zwei folgte drei
und dann vier und beim anreiten auf sieben dachte ich beim mir:
Wer hätte das gedacht dass wir überhaupt so weit kommen?
Und zum letzten Sprung acht gab es nochmal die gesammelte Konzentration und
Courage wie vor eins, denn nichts wäre schlimmer als jetzt beim letzten Sprung
aus purem Leichtsinn zu glauben es liefe von allein und dann womöglich noch
einen Steher einzukassieren!
Und als wir dann durchs Ziel galoppierten und die Ansage tönte:
"Dies war der letzte und fehlerfreie Ritt, zur Platzierung bitte einreiten alle
Nullfehlerritte und folgende Paare mit vier Fehlerpunkten...", da war die Freude
einfach grenzenlos!
Und wenn es auch nur ein "E" war - der "gefühlte Erfolg" hatte mal mindestens
L-Niveau!
27. Juni
2009:
Die erste gelbe Schleife...
Nachdem Silas und ich nun einige Mini-E Springen miteinander absolviert haben
und der Bub sich in unserer gemeinsamen jungen Karriere dabei keinen einzigen
Springfehler erlaubt hat war das Vertrauen offensichtlich hergestellt - aber
doch nagte es an mir:
Stilspringen, egal ob Gelände oder Parcours, sind immer meine grosse
Leidenschaft gewesen - nur was gut und harmonisch aussieht kann auch wirklich
gut sein und macht Freude am Gelingen... So gern wollte ich nun auch mit Silas
einmal in die Sphäre der "sicheren siebener Noten" vorrücken wie ich es mir mit
Shannon seinerzeit so schön erarbeitet hatte. Nun ist
Silas kein Shannon und Holsteiner Vermögen für sicheres L und mehr im Sinne von
"ich mach das schon, selbst wenn du es vermeterst!" hat er sicher nicht - aber
dafür fangen wir ja auch klein an. Und so bin ich heute mit dem festen Vorsatz
nach Nienberge gereist einen konzentriert "stilbewussten" Ritt zu absolvieren.
Als dann auch noch Freundin Melanie
plötzlich auftauchte und wieder einmal das mentale und sachliche Management in
die Hand nahm konnte eigentlich nicht mehr viel schief gehen...
Mit weit weniger Druck als sonst hab ich also den ersten Sprung angeritten und
Silas schnurrte dahin wie ein Katze - Shannon Zwei! - da war es, dieses lang
erhoffte "gute" Gefühl! Ich musste grinsen, grinsen und hatte von dem Moment an
eigentlich nur noch Freude an unserem Ritt, konnte mich ganz auf einen
hoffentlich sauberen guten Sitz konzentrieren und hab ihn machen lassen - so
schön! Der Rhythmus trug uns dahin und als Silas nach dem letzten sauberen
Sprung eine beseelte Sabine noch über ganze zwei
Zirkelrunden fröhlich buckelnd über den Platz trug war klar: er hatte offensichtlich genauso viel
Vergnügen an unserem gemeinsamen Unternehmen gehabt wie ich und zeigte es nun
auch - mir lachte das Herz!
Das "Tüpfelchen auf dem Tüpfelchen auf dem Sahnehäubchen" bescherte uns dann
allerdings der Richter höchstselbst als er diesen "vorzüglichen Rhythmus und
geschmeidigen leichten Sitz" hervorhob und das ganze mit einer unerhörten 8,5
segnete: da war die Freude einfach grenzenlos - wieder einmal!
So sind es eben doch die kleinen Dinge im Leben die die grösste Freude
bereiten...
Foto: Melanie und die nagelneue Spiegelreflex!
Auf dass mir diese Freude an grossen Erfolgen in kleinen Springen noch lange
erhalten bleibt - Danke, Silas!
Senden, 5. Juli 2009: Lieben Dank an Melanie, die mit der
neuen Spiegelreflex ganz zufällig immer grad dort auf Motivsuche aufzutauchen
scheint, wo Silas und ich unterwegs sind - und ganz nebenbei scheint sie auch
noch äusserst positive, geradezu "tiefenpsychologische" Wirkung auf uns zu
haben:
immer wenn Mel da ist regnet es
bunte
Schleifchen für uns - liebe Mel, du bist ein Schatz!

19. Oktober 2009: Am letzten Wochenende ist
Balahé vorübergehend in Münster eingezogen - es war die helle Freude dieses
liebenswerte junge Pferd einmal ein paar Tage im intensiveren Umgang erleben zu
können! Das grösste Vergnügen an diesem Arrangement hatte aber zweifelsohne
Silas:
Damenheld, Beschützer und Führpferdeleitpferd in einem - er war begeistert und
ging voll in seiner neuen Rolle auf!
Seit Fabrice damals regelmässig als Handpferd neben Shannon im Gelände und auf
der Rennbahn trabte und galoppierte war ich neugierig herauszufinden, ob Silas
sich ebenso als Führpferdeleitpferd eignet wie einst Shannon. Die Zündung ist
bei Silas mitunter doch erheblich sensibler eingestellt ... Als Balahé nun da
war bot es sich an, das junge Pferd auf diese Weise einmal artgerecht in eine
neue Umgebung einzuführen - wenn sie schonmal hier war sollte sie auch gleich
etwas dabei lernen.
Freund Tönne gab mir mein Stütchen am langen Halfterstrick an die Hand und los
ging's:
Wir waren noch nicht ganz um die ersten Weiden herumgeritten, Balahé lief auf
Anhieb dicht an Silas' Flanke mit, da stürmten die ersten Koppelpferde schon auf
uns zu - eine etwas verschüchterte Balahé drängte sich noch etwas dichter an
Silas heran und oben sass eine etwas gespannte Sabine die sich fragte, ob Silas
sich nun von den tobenden Weidepferden inspirieren liess oder ganz den
gelassenen Mann an der Seite der jungen Stute geben würde...
Silas blieb cool. Geradezu mustergültig gelassen, je mehr Tohuwabohu nun auf den
weiteren Weiden folgte - und es folgte reichlich davon. Die Pferde auf den
Koppeln steckten sich gegenseitig und mit grosser Begeisterung ob ihrer Aufruhr
an. Dabei fragt sich übrigens wieso grasende Koppelpferde einen gewöhnlichen
Reiter zwar ignorieren, jedoch gänzlich ausser Rand und Band geraten wenn man
ein Führpferd mit sich führt...
Je weiter wir Drei um die Koppeln herumritten desto selbstverständlicher
marschierte Silas unter mir daher, die personifizierte Ignoranz gegenüber allem,
was sich um uns herum abspielte und ganz und gar auf das junge Pferd neben sich
konzentriert - ich war begeistert! Balahé hatte schnell Vertrauen an der Seite
ihres grossen Beschützers gefunden und lief dicht neben uns her - beeindruckt,
aber überzeugt - so soll es sein!
Ich sass auf meinem Silas und weiss nicht über welches meiner beiden Pferde ich
mich mehr gefreut habe:
über eine Balahé, die mit ihren zwei Jahren noch gar nichts von der grossen Welt
kennt und so einfach und unkompliziert nebenher marschierte, auch wenn neben ihr
die Erde bebte, oder über meinen Silas, der gern die Gelegenheit zur freudigen
Inspiration nutzt und in die Luft springt, aber hier ganz offensichtlich mit
grosser Ernsthaftigkeit den erfahrenen Beschützer in Vorbildfunktion abgab...
Ich war so stolz und strahlte übers ganze Gesicht als wir zum Stall zurückkamen
wo Freund Tönne mir Bálahé wieder abnahm. Tönne hatte genauso Spass an dieser
Demonstration artgerechtester Jungpferdeausbildung und meinte grinsend:
"Ich weiss gar nicht was du hast - SO muss das schliesslich sein, und nicht
anders!" ... sprach's und ward mit Balahé im Stall verschwunden. Zurück blieb
eine beseelte Sabine auf einem entspannten Silas.
Es sind eben doch die kleinen Dinge, die stets die grösste Freude bereiten und
so richtig unter die Haut gehen.
Unbezahlbar.
Silas im April 2010
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