Deauville * 12.4.2011
Donnerwetter Oldbg.*1977
Donnerhall Oldbg.*1981
Ninette Oldbg. *1976
Don Schufro
Oldbg. *1993
Pik Bube Oldbg. * 1973
Fiesta Oldbg.* 1976
Fabia Oldbg.* 1974
Florestan Rheinl. *86
FidermarkWestf. *92
Watonga Hann. *85
Fannie Mae Rheinl. *03
Frühlingsball Westf. *70
Feodora Rheinl. *91
Rebecca Rheinl. *80
Mutterstamm:
die Mutter Fannie Mae war
Prämienfohlen a.d. Fohlenschau Heinsberg, Juli 2003 - Silbermedaille
SLP Telgte, 13. Juni 2006 - Platz 2/21, Wertnote 7,97
Einzelnoten: Trab 8,0 Galopp 8,5 Schritt 7,5 Rittigkeit Richter 8,0
Rittigkeit Fremdreiter 8,5 Freispringen 7,5
zum
Ursprung des Stutenstammes der Fannie Mae
Fannie Mae ist die fünfte von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der
Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen
Vollbruder
Fair Play*2002 war Rheinischer Reitpferdechampion 2005
Vollschwester
Fabrice*1998 SLP Telgte Platz 1,
Wertnote 8,39
Einzelnoten: Trab 8,5 Galopp 8,5 Schritt 8,0 Rittigkeit Richter 9,0
Rittigkeit Fremdreiter 8,5 Freispringen 8,0
Nachzucht Fannie Mae (Hengstmutter):
Sansibar *2007 - gekörter Hengst von Sir Donnerhall
(Hengsthaltung Schockemöhle, stationiert in Ndl.)
Sawadee *2008 SF von Sir Donnerhall (Oldbg.
Prämienfohlen/Ndl.)
Rarität *2009 SF von Rohdiamant (eigene Aufzucht)
Rialto Venice *2010 HF von Real Diamond (vkft. in
Hengstaufzucht)
Gedanken zur Hengstwahl: warum
Don Schufro?
Drei Tage vor der Zeit brachte Fannie spät am Dienstagabend ihr fünftes
Fohlen zur Welt, und wie das bei Fannie so ist:
mit einem neugeborenen Fohlen an ihrer Seite lässt sie nichts und niemanden an sich
heran.
Wir haben also vom Video aus zugesehen wie die offensichtlich recht wüchsige
Tochter recht zügig auf den Beinen stand und sich sogleich agil auf Eutersuche
machte.
Und Fannie war wahrlich mit einem Prachtexemplar von Euter gesegnet:
wie eine Milchkuh! meinte Stutenfee Ingrid, und da hatte sie wirklich recht.
Und wie das so ist, wenn das Offensichtliche mitunter vor einem liegt - man
erkennt es nicht.
Deauville suchte und saugte an der ganzen Fannie, nur eben nicht an den beiden
Zitzen, die wie Duplosteine aus dem Euter hervorragten.
Merke:
auf Duplosteine sind Fohlen nicht ab Werk geprägt...
Und je länger die Suche dauerte, desto unruhiger wurde Fannie.
Wenig entspannend für alle Beteiligten, weshalb wir dann irgendwann eingegriffen
haben, Muttern ruhigstellten und die Tochter mit Ruhe den Weg ans Euter finden
liessen.
Alles gut.
Am
nächsten Morgen sah die Welt dann schon ganz anders aus!
Deauville tanzte selbstbewusst um Muttern herum und das Euter war ihr bester
Freund geworden. Fannie war zufrieden, wenn auch noch etwas wuschig besorgt.
Und wenn die Milch nicht schnell genug floss - peng!- feuerte das Dämchen
wütend nach hinten aus.
Peng, peng! - wenn es auch an der anderen Zitze mal nicht so laufen wollte wie
sie das nun gern gehabt hätte!
Fannie trugs mit Fassung.
Eine sanfte Berührung oder auch nur eine gewöhnliche Stubenfliege, die um das
Näschen kreiste?
Peng!
Ich musste laut lachen ob dieser kleinen Wutausbrüche aus nobelstem Geblüt und
schon hatte sie ihren Rufnamen weg:
"Madam Deauville" oder auch "Der kleine Zorn"...

Der erste Ausflug zur grossen Wiese gestaltete sich dann geradezu entspannt:
Fannie schob den Kopf ins Gras und ich staunte mit ihrer Tochter um die Wette...
Während Deauville die ersten Eindrücke ihrer neuen Welt wahrnahm konnte ich mir
nun erstmals dieses wirklich beeindruckende Fohlen so richtig ansehen - was für
ein Pferd!
Farblich, in der Zeichnung und ganz besonders auch im Habitus sehr an ihre
Schwester Sawadee erinnernd, "ein Dämchen" wie Stutenfee Ingrid zu sagen
pflegte, wenn auch der Diminutiv bei Deauville nicht ganz so angebracht ist -
eine "Madam" Deauville trifft es da in der Tat schon eher - der etwas
hochtrabende Name kleidet sie perfekt.
Madam "trabt" auch nicht, sie "tanzt". Und das Näschen trägt sie dabei ganz hoch
oben.
Nun bin ich es gewohnt (man könnte auch sagen "verwöhnt"...), dass meine
Fidermarktöchter mir Jahr für Jahr recht komplette Fohlen bescheren, die stets
sehr fertig in Konstrukt und Partien daherkommen. Deauville macht da keine Ausnahme, auch
wenn sie sich bei ihrem Wuchs und Reck noch reichlich zu strecken und entfalten
hat.
Dennoch ist sie vom ersten Tag an mit einem derart bergauf ausgerichteten
Konstrukt gesegnet, das ist schon verblüffend. Daher auch der Eindruck des
Tanzes wenn sie trabt. Wenn hinten das kleine Katapult zündet reckt sich vorn
das Näschen in die Höh' - und mit ihm das gesamte Pferdchen.
Einfach beeindruckend.
Und natürlich kam Pferdeflüsterer Tönne sogleich zu Besuch - oder soll ich sagen:
er machte der kleinen Dame seine Aufwartung?
Tönne und Deauville waren ein Bild für die Götter.
Irgendwann hatte er sie entspannt locker in den Armen und begann, ihr leise
Singsang vortragend ein Halfter aufzuziehen.
Madamchen platzte vor Wut (der kleine Zorn, sagte ich das schon?).
Aber statt zu schlagen oder bocken tanzte sie in seinen Armen zornig auf der
Stelle - Ich traute meinen Augen nicht:
Deauville piaffierte dass es eine Freude war - und Tönne hielt sie dabei
nichteinmal fest!
Wir mussten uns sehr beherrschen um nicht laut los zu lachen - diese Darbietung
wollten wir doch um nichts in der Welt stören...
Tönne nahm das Halfter dann wieder ab, das Fohlen blieb bei ihm. Bis sie dann von
einem auf den anderen Moment empört davon stob.
Mit hoch erhobenem Näschen, versteht sich.
Was für eine Dame...
21. August 2011

18. September 2011

Fotoalbum Deauville
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