Brisant * 22.5.2010
Bolero Hann. *75
Beltain Hann. *84
Gänseliesel *73
Belissimo
Rheinld. *1999
Romadour II Rheinld. *69
Roxa Rheinld. * 80
Lady Rheinld. *68
Florestan Rheinl.. *86
Fidermark Westf. *92
Watonga Hann. *85
Fabrice Rheinl. *98
Frühlingsball Westf. *70
Feodora Rheinl. *92
Rebecca Rheinl.*80
Mutterstamm:
zum Ursprung des Stutenstammes der Fabrice
Fabrice war Prämienfohlen a.d. Fohlenschau Heinsberg, 4. Juli 1998 -
Silbermedaille
SLP Telgte, 13. Juni 2001 - Platz 1, Wertnote 8,39
Einzelnoten: Trab 8,5 Galopp 8,5 Schritt 8,0 Rittigkeit Richter 9,0
Rittigkeit Fremdreiter 8,5 Freispringen 8,0
Sommer 2003: diverse sportliche Erfolge in allen drei Disziplinen, darunter Sieg in
der Eignungsprüfung in Telge mit der Wertnote 8,2
Fabrice ist die erste von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der
Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen
Vollbruder Fair Play*2002
Rheinischer Reitpferdechampion 2005
Vollschwester
Fannie Mae*2003 SLP Telgte Platz 2, Wertnote 7,97
Einzelnoten: Trab 8,0 Galopp 8,5 Schritt 7,5 Rittigkeit Richter 8,0
Rittigkeit Fremdreiter 8,5 Freispringen 7,5
Fannie Mae ist Hengstmutter zu Sansibar *2007 von Sir
Donnerhall
Brisant ist Vollbruder zu Biscaya *2009, Halbbruder zu
QRage II ("Happy") und QRage
III von Quattro B, La Jeanne und
Lan Thao (beide von Laudabilis)
Gedanken zur Hengstwahl: warum Belissimo?
Gestern abend, acht Uhr, Fabrice bringt ihr Fohlen zur Welt und es geschieht mit
"Ansage":
den ganzen Tag ist sie auf der Weide schon unruhig auf und ab gelaufen und hat
vor dem Zaun gestanden - wer Fabrice kennt weiss, dass das ihre innere Abfohluhr
ist.
Die Geburt ist unkompliziert aber Stutenfee Ingrid ist nicht zufrieden.
Sie hat recht:
Der Kreislauf des jungen neuen Erdenbürgers ist instabil und will sich immer
wieder verabschieden.
Brisant.
Ingrid weiss was zu tun ist bis der Tierarzt kommt, eine ganz grosse Hilfe ist
der benachbarte Kinderarzt, selber Pferdezüchter und sofort zur Stelle als unser
Anruf kommt. An seiner Seite seine Frau, OP-Schwester von Beruf, wie passend.
Infusionen, Glycose- und Kochsalzlösung, eine Schar von beherzten Helfern, die
dem jungen Fohlen nicht nur das Leben rettet sondern auch eine beschwerliche und
in diesem Zustand ganz sicher riskante Fahrt in die Klinik erspart, dort hätte
man nichts anderes getan.
Fabrice ist während dessen ein geduldsamer Engel, lässt sich abmelken und dem
Sohn im Liegen die Flasche geben - er säuft und säuft.
Irgendwann wird der Bub agil, die Lebensgeister sind erwacht, er strampelt und
zappelt.
Die Helfer ziehen sich zurück, alles menschenmögliche ist getan, den Rest muss
der kleine Mann allein schaffen. Ich bleibe allein mit meiner kleinen Pferdefamilie in der Box, ich kenne meine
Fabrice nur zu gut - ihr Nachwehenverhalten ist alles andere als geeignet für
ein noch wenig agiles Fohlen in den ersten Lebensstunden.
Brisant.
Wieder und wieder bemüht der Bub sich ums aufstehen, ich helfe wo ich kann bis
er endlich vor Muttern im Stroh steht.
Eine kleine Weile weiter (es erscheint mir wie eine Ewigkeit) hat er auch das
Euter gefunden. Das schmatzende Geräusch ist das schönste, was ich an diesem
Abend höre - was für eine Erleichterung!
Innere Ruhe und ganz tiefe Dankbarkeit:
Leben ist nicht selbstverständlich.
Überleben auch nicht.
Brisant.
Heute morgen im Stall steht dann ein agiles Fohlen neben meiner Fabrice, die
Sorgen der Nacht sind vergessen - mir kommen die Tränen.
Freude und Erleichterung.
Ein gesundes Hengstfohlen.
Brisant.
22.8.2010
Eigentlich
war das Wetter gar nicht danach - Fotoshooting sollte sonnig sein...
Und doch
kommt es meistens anders als man denkt und so war ich froh, heute trotz des
schlechten Wetters die Kamera mit dabei gehabt zu haben.

Brisant ist heute auf den Tag genau drei Monate alt und personifiziert einmal mehr die
Aussagekraft des alten Spruches
"drei Tage, drei Monate, drei Jahre!"
Diese drei Monate hat er einfach gebraucht.
Brisant hatte es anfangs wahrlich nicht leicht und wuchs eigentlich ständig
hinter sich her. Heute, im Alter von drei Monaten, verkörpert er nun das, was
Mutter Natur ihm von Anfang an mit in die Wiege gelegt und am Beispiel seiner
Schwester Biscaya bereits so trefflich perfektioniert
hat:
ein Fohlen, das sich leichtfüssig mit allergrösster Elastizität bewegt wie ein
Gummiball, ein hochnobler kleiner Hengst mit Ausdruck, Linien und Potential -
ich bin begeistert von diesem kleinen Wunder wider die Schwerkraft, auch wenn er
derzeit eher wie ein Flickenteppich daher kommt - Brisant mausert sich zu einem
herrlichen Kohlfuchs wie man ihn sich schöner kaum vorstellen kann - mitunter
hat einfach mal abwarten durchaus seinen Reiz!
28. November 2010
Heute hat auch Brisant im Alter von sechs Monaten die Stutenherde verlassen und
die Reise in seine neue Heimat nach Bremervörde angetreten. Nachdem seine neuen
Besitzer bereits mit einem gekörten Sohn des
Belissimo in Verden aufwarten konnten lag es nahe, nach einem entsprechenden
Nachfolger zu suchen und ich freue mich, dass die Wahl auf Brisant gefallen ist,
Fabrichens hochnoblen Sohn.
Alles Gute nach Bremervörde und auf ein Wiedersehen, ganz sicher nicht erst in
zwei Jahren in Verden!
23. Juni 2011
Ein halbes Jahr ist es nun her, seit ich Brisant nicht mehr gesehen habe.
Grund genug endlich einen lang geplanten Besuch im Norden in die Tat umzusetzen!
Sattes Grün so weit das Auge reicht auf Weiden, die sich beinahe bis zum
Horizont zu erstrecken scheinen... Wer ob der langen Trockenheit in diesem
Frühjahr nur das karge westfälische Grasangebot auf oft strohgelben Stengeln
gewohnt ist, der empfindet den Anblick solcher Weiden als Balsam für Auge und
Pferdemenschenseele. Hier wachsen die Youngsters heran in Gruppen so
überschaubar wie übersichtlich - so soll es sein!
In einer Gruppe von sechs Hengstanwärtern war Brisant sofort als Sohn seiner Mutter zu erkennen:
edel und fein in den Linien und durch und durch harmonisch - ein Fohlen, wie
Fabrice sie eben macht. Der Clon seiner Vollschwester "Bunny", die ich Tag für
Tag vor Augen habe und er nachvollzieht diese Entwicklung ganz offensichtlich
als ihr Ebenbild. Und nachdem ich Brisant heute gesehen habe habe ich eine sehr
genaue Vorstellung davon, wie er im nächsten Jahr zu diesem Zeitpunkt wohl
aussehen wird - ich muss mir nur seine Schwester ansehen und die wird den
grossen Hoffnungen, die ich in ihre Entwicklung gesetzt habe, mit jedem lässigen
Trabtritt den sie zeigt, in jeder Hinsicht gerecht.
So richtig gefreut hat mich das selbstverständliche Vertrauen, mit dem Brisant
sofort aus der Herde heraus auf mich zu spazierte und sich wieder und wieder
seine Streicheleinheiten abholte. Als Züchter pflegt man eben doch zu gern auch
immer wieder die sentimentalen Seiten des Pferdelebens und ich weiss das wohl zu
schätzen!